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WINTER SEASON OPENING IS BETTER TOGETHER: DAS HOTEL CENTRAL IN sölden

Ich weiß auch nicht genau wie es passieren konnte. Eigentlich hatte ich die Bilder schon sortiert, eine Woche nachdem wir aus Sölden zurückgekommen waren. Das Bearbeiten hatte ich noch aufgeschoben, zugegeben, was normalerweise immer vor dem Schreiben passiert – und so konnte ich mich auch nicht sofort zum Tippen bringen. Und dann passierte der Winter, Weihnachten, Silvester, ein Skitrip mit meiner Mutter und der Kapstadturlaub… und plötzlich war der Winter vorbei. Und diese Geschichte nicht erzählt.

Jetzt, ein knappes Jahr später, bin ich auf dem Weg zum nächsten Winter Season Opening und komme nicht umhin, zu vergleichen. Das Ziel – sicher nicht weniger schön als damals. Die Schneesituation – wesentlich besser. Die Gruppe – absolut sympathisch. Aber: Es geht eben nichts über gute Freundinnen. Über die, die dich wortlos verstehen, mit denen du dir ohne zu Zögern ein Zimmer und das Glätteisen teilst, über gemeinsame Whiskey Sours an der Hotelbar und morgendliche parallele Emailsessions im Hotelbett. Und so ist es heute an der Zeit, euch endlich von unserem Trip nach Sölden zu erzählen.

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Ein Donnerstag in Stuttgart. Ich war ein paar Monate vorher zurück nach Hessen gezogen, mit dem Zug angereist, und traf mich nun mit Lina. In Zuffenhausen. Um unseren… sagen wir… Leihwagen abzuholen, für einen Ausflug in den Schnee. Man könnte an einen Geländewagen denken, einen SUV, irgendwas mit großem Kofferraum und soliden Reifen. Wenn man Lina nicht kennt. Stattdessen hatten wir sparsam gepackt, verstauten möglichst viel im Fußraum und stiegen für unsere Fahrt in einen roten Porsche Boxster GTS. Besser hätte es uns nicht treffen können, nicht nur wegen der erst bewundernd-neidischen, Sekunden später dann verwirrten Blicke, wenn an der Tankstelle oder auf dem Parkplatz zwei überaus weibliche Twentysomethings ausstiegen.

Vor allem aber war es der Fahrspaß, der Lina sofort ergriff und sich wenig später, wenn nicht auf der Autobahn dann spätestens auf den Serpentinen der Ötztaler Gletscherstraße, auf mich übertrug. Ein paar wenige Stunden später waren wir in Sölden angekommen. Und etwas enttäuscht über den nicht vorhandenen Schnee im Tal, war die Begeisterung über unser Wochenendheim umso größer.

Das Central in Sölden

Das Central ist nicht nur eins von vielen hervorragenden 5-Sterne-Hotels in Tirol, es ist eine echte Institution. Es ist das perfekte Hideaway, so leger, dass man sich hier innerhalb von Minuten zu Hause fühlt, und trotzdem absolut edel und luxuriös. Das gesamte Hotelteam ist alpentypisch herzlich, das Essen auf Haubenniveau, die Lage zentral und in Liftnähe – und im Gesamtpaket erfüllt es damit genau meinen Anspruch und meine Bedürfnisse an ein Verwöhnwochenende in den Bergen.

Meine absolute Traumvorstellung seitdem: Eine Silvesterwoche mit einer Handvoll guter Freunde in der 205 Quadratmeter großen Präsidentensuite des Hotels, die Lina und ich noch in ihrer Fertigstellung kennenlernen durften. Ein entspanntes Reinfeiern bei Kerzenlicht, Wein und Raclette im Chalet-Feeling, Feuerwerk und Champagner auf der Panorama-Dachterrasse, ein Kurz-nach-Mitternacht-Bad im Whirlpool. Am nächsten Morgen ein Neujahrsbrunch an der langen Tafel – und dann ab auf die Piste in einem der beiden Gletscherskigebiete um Sölden.

Aber auch das Weekend Getaway zu zweit würde ich jederzeit wiederholen – ob mit oder ohne Schnee im Tal, denn die alpine Stimmung kommt spätestens auf, wenn man in die Gondel auf den Gipfel des Gaislachkogl steigt. Auf 3.048 Metern thront hier das Ice Q, das meiner Meinung nach nicht nur als Drehort von James Bonds SPECTRE, sondern auch für seine Küche weltberühmt sein sollte.

Gourmet Lunch auf 3.048 Metern: Das Ice Q auf dem Gaislachkogl

Das Gourmetrestaurant, indem wir ein paar spektakuläre Stunden genießen durften, wurde 2013 eröffnet und beeindruckt neben exzellenter Kulinarik und dem entsprechenden Service durch hochmoderne Architektur, eine 900 Quadratmeter große Glasfassade – und, seien wir ehrlich, irgendwie natürlich doch durch die Erinnerungen an Dr. Madeleine Swann & Co, die hier lebendig werden.

Es fällt mir schwer, mich aus den Flashbacks an die gemütlichen Barabende bei Whiskey Sour & Mädchengesprächen zurück in die Gegenwart zu holen. Zu wertvoll ist mir die Mädchenzeit, die Erinnerung an Linas begeisterte Augen während ihrer ersten Gondelfahrt in den Schnee, die Gänsehautmomente auf der Gletscherstraße. Wer weiß, wer heute Abend neben mir an der Hotelbar sitzen wird. Feststeht: Winter Season Opening is better together!

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