Hometown Glory
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Hometown Glory: Den Frühling suchen auf dem Waldkunstpfad Darmstadt

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Am Anfang hat mir das mit dem Winter ja noch gefallen: Frisch zurück in Darmstadt waren Heimeligkeit und Nestbau eh ganz oben auf der Prioritätenliste. Ich habe es genossen, langsam wieder anzukommen, mich nach Cafébesuchen und Rückeroberungen bei Minusgraden wieder ins altbekannte Zuhause zurückzuziehen und wie jeden Winter auf Schnee in Mittelhessen zu hoffen. Aber es reicht! Lange genug haben wir uns eingemummelt, die eigenen vier Wände zu Wohlfühlparadiesen verwandelt und Tageslichtbirnen in die Lampen geschraubt. Wir wollen das Vitamin C wieder von der Sonne und nicht aus verschrumpelten Mandarinen ziehen, und deshalb geht es jetzt wieder nach draußen, egal wie karg es da ein paar Tage nach dem offiziellen Frühlingsbeginn noch aussieht. Auf der verzweifelten Suche nach dem Lenz habe ich diese Woche den Darmstädter Waldkunstpfad angesteuert.

Der Internationale Waldkunstpfad in Darmstadt

Was da nämlich im Wald mehr oder weniger meine neue Wohnung mit meinem Elternhaus verbindet, habe ich jahrelang total vernachlässigt. Dabei wird hier schon seit 2002 alle zwei Jahre der Wald zur Kunstausstellung, zum Open Air Museum und zum Erlebnisparcours. Während eines dreiwöchigen Symposiums kann man die Künstler bei der Arbeit beobachten und mit ihnen über ihre Werke sprechen, bevor die Ausstellung vier Wochen lang frei zugänglich bleibt und auf Führungen zu besuchen ist. Aber auch nach dieser Zeit bleibt ein guter Teil der Kunstwerke stehen und lädt zum Entdecken ein. 3,3 Kilometer ist der Waldkunstpfad lang und führt vom Böllenfalltor über den Goethefelsen, den Goetheteich und den Ludwigshöhturm hoch zur Ludwigshöhe.

An einem sonnigen Tag ist das also der ideale Spaziergang in Richtung Gulaschsuppe, Kaffee & Kuchen und bester Aussicht über Darmstadt. Vor allem mit Kindern – oder mit Kindgebliebenen wie mir – macht das Entdecken der verschiedenen Kunstwerke wahnsinnig Spaß. Nicht alle sind zum Anfassen gemacht, auf anderen kann man sogar herumturnen.

Ganz optimistisch in Wollmantel und Ankle Boots durch den Wald zu tänzeln wurde übrigens mit guter Laune und rosigen Wangen belohnt – und sah meiner Meinung nach gar nicht so übel aus dafür, dass hier mehr oder beliebig vier Teile aus dem Umzugsbedingt stark ausgedünnten Klamottenfundus gewühlt wurden.

Mütze von COS
Jeanshemd von Levi’s
Wollmantel von Topshop
Skinny Jeans von Zara
Ankle Boots von vagabond

Der Waldkunstpfad Darmstadt ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt. Am besten startet ihr am Waldparkplatz zwischen Polizeipräsidium und Böllenfalltor (Navi: Klappacher Straße 145, 64285 Darmstadt) und stapft von dort immer den Schildern nach 150 Meter bis zum Infostand. Dort bekommt ihr für 3 Euro auch eine Broschüre mit Lageplan und Künstlertexten. Am 1. Mai findet hier von 14 bis 17 Uhr auch ein kleines Frühlingserwachen mit Kurzführungen, Kaffee und Kuchen und Kinderprogramm statt. Frage: Gibts da auch Sekt?

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