Alle Artikel mit dem Schlagwort: Let’s take a walk

Let’s take a walk: Kleine Wandertour im Schwarzwald

Wandern. Was auf mich jahrelang in etwa die motivierende Wirkung einer Nachhilfestunde in Mathematik hatte, ist mittlerweile zu etwas geworden, was ich immer mal wieder richtig gerne mache. Ich bin keine Wandersfrau. Ich stampfe in Turnschuhen statt Wanderstiefeln durch Wälder und über Wiesen, ich besitze keine Funktionskleidung und trage nur äußerst widerwillig (hier aus Funktionalität aber gerne) einen Rucksack. Aber ab und an, da finde ich in nicht zu langen, nicht zu steilen Wandertouren durchaus diese Erfüllung, von der immer alle erzählen. Klar: Spätestens auf dem Gipfel eines erklommenen Berges fühlt man sich einfach nur gut. Aber beim Wandern gilt mehr denn je, dass der Weg das Ziel ist, und tatsächlich finde ich meist die anstrengendsten Schritte am meditativsten. Das Beste am Wandern ist aber, dass man es nicht alleine macht, sondern im Idealfall mit Herzensmenschen. Mit Menschen manchmal, mit denen man sonst nur unregelmäßig telefoniert, sich auf den neusten Stand bringt, aber nur noch selten wirklich etwas unternimmt. Und hier, irgendwo im Schwarzwald, zwischen Baumwipfeln und Berggipfeln, hier kommen wieder die verträumteren Gespräche in …

Let’s take a walk in der Schweiz: Ein Spaziergang durch Thun

Dass ich meine erste Urlaubswoche in der Schweiz verbracht habe ist mittlerweile bekannt, über die Umstände und das große Ganze konntet ihr hier schon ein bisschen was lesen. Die schönste Zeit habe ich definitiv in Thun verbracht: Einer dieser Orte, die an einen Kurort für sportliche Rentner erinnern, und zwar im allerbesten Sinne. Genau der richtige Ort jedenfalls, um ein paar Tage abzuschalten, laufen zu gehen, die Gegend zu erkunden und sich einen kleinen Sonnenbrand einzufangen. Blick zum Thuner Schloss Die Schleuse in der Aare, die zum Innenstadt-Inselchen führt Thun ist nicht besonders groß, deshalb wird der Spaziergang kurz. Wir starten am Badi in der Aare, schlendern über die Brücke auf das Bälliz (die kleine Insel in der Innenstadt) und bis zur Schleuse an deren Südende. Schlendern durch die Altstadt zurück und erklimmen die Stufen auf den zum Schlossberg. Das ist in ein paar kurzen Stündchen getan – oder man macht es wie ich und lässt sich ganz viel Zeit. Isst Eis, trink Cappuccino in der Sonne oder tut schlicht und ergreifend nichts. Das Badi …

Let’s take a walk: Drei Stunden durch Stuttgart können (manchmal) mehr als ein Nachmittag an der Beach Bar

Manchmal ist alles so viel und so grau. Die Erkältung, die sich seit zwei Wochen ankündigt ohne so richtig durchzukommen schlaucht, man fühlt sich so platt dass man am liebsten das gesamte Wochenende nur verschlafen würde. So ging es mir am Freitag, der Gedanke auf ein aufregendes Wochenende widerte mich regelrecht an und mein Bett wirkte so einladend wie eine Beach Bar unter Palmen. Und dann kam einer dieser Menschen, deren Anwesenheit nie anstrengend ist sondern immer beruhigend, machte Pizza, verschlief das halbe Wochenende neben mir und packte mich schließlich auf meine zwei Beine. Drei Stunden durch Stuttgart, erst auf die Karlshöhe, dann spontan doch noch zum Sightseeing in die Innenstadt und auf einmal durch den gesamten Schlossgarten. Sonne, blauer Himmel, Glücksgefühle. Ganz ohne Beach Bar. Es kann manchmal so einfach sein. Und dass das wesentlich erholsamer sein kann als ein Tag auf dem Sofa ist altbekannt, der tiefe Schlaf danach unbezahlbar.