Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fliegen

Life of a Flight Attendant: 10 Dinge, für die euch eure Flugbegleiterin lieben wird

Das mit dem Fliegen ist so eine Sache. Für mich ist es nach acht Jahren im Job mittlerweile – sowohl als Gast, als auch in Uniform – so selbstverständlich wie für andere Leute Busfahren. Ähnlich geht es diversen Vielfliegern, Reisebloggern oder auch Berufspendlern da draußen. Aber über all die Alltäglichkeit vergisst man gerne, dass es auf jedem Flug auch mindestens eine Handvoll Menschen gibt, die bisher noch nie oder höchst selten geflogen sind. Für die die Aufregung vor einem Flug immer noch so groß ist wie bei anderen vor einem Fallschirmsprung. Die beim Boarding suchend durch die Gänge laufen, weil sie nicht auswendig wissen wo welche Sitzreihe liegt; die nicht wissen wie der Service normalerweise abläuft und dass das Getränk selten aus dem selben Wagen wie das Essen kommt – oder dass das Gepäckfach über ihrem Sitz nicht automatisch ihr Gepäckfach ist. Zugegeben: Das kann für alle Beteiligten manchmal etwas anstrengend sein. Aber wenn man einmal kurz innehält weiß man wieder, dass umständliches Verhalten an Bord meist nichts mit mangelnder Intelligenz oder Ignoranz zu tun hat, …

Mit dem Flugzeug in den Skiurlaub: Skigepäck & Packliste für meinen Skitrip

Diese Skisaison scheint eine Saison voller erster Male zu sein. Erst vor ein paar Wochen bin ich selbst – nachdem ich es schon regelmäßig Freunden und Familie ans Herz legte, weil es einfach so entspannt ist – das erste Mal mit dem Zug in die Alpen gefahren. Und diesmal fliege ich sogar zum Skifahren! Klingt völlig dekadent, wenn man nicht gerade in Hamburg wohnt – macht für mich aber Sinn, da ich den Rest meiner Story Base Crew erst vor Ort in Saalbach-Hinterglemm treffe, alleine nicht besonders gerne lange Strecken mit dem Auto fahre und außerdem ein Angebot gefunden habe, bei dem ich nicht nein sagen konnte. Aber dazu unten mehr. Mit dem Flugzeug in den Skiurlaub: Regeln für Skigepäck & Co Die meisten Skigebiete sind mittlerweile gut an die größeren Flughäfen angebunden. Nach Saalbach-Hinterglemm kommt man vom Salzburger Flughafen zum Beispiel mit dem Holiday Shuttle ziemlich schnell und (mit 44 Euro pro Strecke) günstig! Nachdem ich es als Kind mehrmals erlebt habe, dass unser Auto während des Skiurlaubs massiv eingeschneit wurde, die Batterie bei der Kälte ihren …

High Five of the Week: Toleranz, nackte Füße und das Revival des Pferdemädchens

Oh Frühsommer! Ich kann gar nicht anders als Dauergrinsen, wenn ich aus dem Fenster schaue. Steigerung der Lebensqualität um 250%, auf den ersten Blick auch mal grundlos anhaltende gute Laune, offene Autofenster und nackte Füße in den Supergas – und eine große Kugel Eiscreme in der Hand. So lässt es sich aushalten, vor allem bei so einer kurzen Woche, oder nicht? Zugegeben, mit meinen Jobs greift das mit den Feiertagen nie so wirklich, aber die gute Laune der frei-feiernden Menschen um mich herum steckt einfach an. Daher kurz und knackig bevor es zum nächsten Spargelessen / Eisdealer / Flohmarkt geht: Meine High Five der Woche: Die oben genannten sockenfreien Füße, vor allem am Mittwochnachmittag, als ich meine Freundin Betti und ihren Sohn in Mainz besuchte. Und den Rest der Woche, auch heute, bei einem Ausflug in den Taunus und zum Spargelkaufen. Dieses Video von JetBlue, das an das Verständnis von Flugreisenden für mitreisende Familien appelliert. Ganz ehrlich, vor wenig habe ich an Bord so viel Respekt wie vor Müttern und Vätern, die (am End’ noch …

Life of a Flight Attendant: Frequently Asked Questions über den Job als Flugbegleiterin

7 1/2 Jahre sind es jetzt. 7 1/2 Jahre, die ich als Flugbegleiterin um diese Welt fliege, in denen ich irre viel gesehen und noch viel mehr gelernt habe. Und zugegeben: Damals vor gut 8 Jahren, als ich mich als Stewardess beworben habe, wusste ich wahnsinnig wenig über meinen jetzigen, ach-so-sagenumwobenen Job. Daher habe ich nach wie vor Verständnis für jede neugierige Frage, auch wenn ich sie noch so oft höre. Aber manchmal, da nervt es schon – wenn ich mit guten Freunden auf einer Party bin und es nach der kurzen Vorstellung mit einem neuen Gesicht die nächsten 30 Minuten erstmal nur um meinen Job geht und ich wieder mal den Katalog an Fragen beantworte, den selbst meine Freunde mittlerweile auswendig können (und diese sich irgendwann, völlig zurecht, gelangweilt abdrehen). Wenn ich stundenlange Unterhaltungen über das Leben als Flugbegleiterin führe, die mich am Ende des Abends doch immer wieder mit der Frage konfrontieren ob sich die spannende Person am anderen Ende des Tresens jetzt eigentlich für mich oder doch nur für meinen Job interessiert hat. Nichtsdestotrotz …

Irgendwie muss es weitergehen, aber wir wissen nicht, wie: Ein Versuch von Normalität

Seit einer knappen Woche steht die Fliegerwelt still. Zwar bringen wir unsere Gäste weiterhin sicher und zuverlässig an ihr Ziel, steigen wie gewohnt ohne Zweifel in den Flieger und wissen, dass ein Flugzeug nach wie vor das sicherste Fortbewegungsmittel dieser Welt ist. Wir wissen um die unzähligen Checks, denen unsere Maschinen jeden Tag unterlaufen, um den Wartungsaufwand und auch darum, dass unsere Piloten bei jeder Auffälligkeit doppelt nachhaken. Ich habe ein Urvertrauen ins Fliegen und in meine Kollegen. Ich weiß, was für eine gute, umfassende Ausbildung unsere Piloten durchlaufen und habe keinerlei Zweifel an ihren Fähigkeiten. Das solltet ihr auch nicht haben. Trotzdem ist seit einer Woche alles anders. Als ich am Dienstag, einen Tag nach meiner Rückkehr von einer fünftägigen Tour auf einem Airbus A320, per WhatsApp die Nachricht über den Absturz erhielt, gefror kurz die Zeit und das Blut in meinen Adern. Tränen schossen mir im Minutentakt in die Augen, obwohl der Unglaube noch mehrere Stunden anhielt. Das konnte doch nicht stimmen. Nicht bei uns. War das wirklich passiert? Wer hatte hier eine …