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STIJL MAINZ 2016: MEINE 3 HIGHLIGHTS

15. Jubiläum, neues Zuhause, ich dank Reunion mit den Kommilitonen ohnehin in der Stadt – wie hätte ich die Stijl in Mainz am Wochenende auslassen können? In der Halle 45 (ehemals bekannt als die Phönixhalle) in der Alten Waggonfabrik ging es am Samstag und Sonntag rund in Sachen Mainzer Kreativköpp; zwischen Containern und Industriekränen kamen Designstudenten, Modeliebhaber und alle anderen mit einem Sinn fürs Schöne zusammen um ihre Ware zu präsentieren oder die der anderen zu erwerben. Ich liebe die trubelige Messe-Atmosphäre, die mir schon diverse Sams- oder Sonntage versüßt hat: Während zwischen den einzelnen Ständen Geburtstagsgeschenke gekauft, Lieblingsschmuck gefunden und die perfekte Einrichtungsidee gesucht werden schlürfen ein paar Meter weiter die Genießer ihren Konterwein, schlemmen Ofenkartoffel und Karottenkuchen im Wechsel – und alle sehen dabei überdurchschnittlich gut aus.

Ich muss es zwar ganz ehrlich sagen wie es ist: Jeder, der schon seit Jahren regelmäßig auf der Stijl und vergleichbaren Events ein- und ausgeht, hat viele der Stände gefühlt oder tatsächlich mittlerweile schon einmal zu viel gesehen. Grafisch bedruckte T-Shirts sind ne richtig klasse Sache, aber wahnsinnig innovativ sind sie nicht. Am treffendsten beschreibt dieses Gefühl wohl der Moment, als wir an drei Ständen hintereinander eine schwarze Snapback mit Palmenprint auf dem Schirm ausgelegt sahen. Da bekommt das mit dem individuellen Design doch eine ganz eigene Komik. Und trotzdem: Jedes Mal entdecke ich – nachdem ich meinen Vorrat an relativ austauschbaren aber schönen Ringen und filigranen Ketten an Ständen wie dem von State of A aufgefüllt habe – auch einige echte Highlights auf der Stijl. Und natürlich lohnt es sich immer an den Ständen von Lieblingslabels wie Zur Anprobe vorbeizuschauen, um Schnäppchen und Evergreens abzustauben.

Meine 3 Highlights auf der Stijl Mainz im Oktober 2016

  • Wusstet ihr, dass Glas erst dann nachhaltiger ist als Plastik, wenn es mehrmals verwendet wird? Schön also, dass wir Handseifen & Co seit Jahren lieber in hübschen Glasflaschen kaufen als im Plastikspender aus der Drogerie – wenn wir sie sobald sie leer sind entsorgen, haben wir damit wegen der Energie-intensiven Herstellung und dem Gewicht, das beim Transport für ordentlich Emissionen sorgt, wenig bis gar nichts bewirkt. Cool also, dass sich mit einem Glasschneider und ein bisschen Kreativität ganz schön viel aus alten Weinflaschen oder Kosmetiktiegeln machen lässt. Noch cooler, dass Julia, Markus und der kleine Wolf hinter dem österreichischen Label Looops uns das abnehmen und wunderschöne, gut duftende und vegane Kerzen aus Sonnenblumenwachs hineinfüllen. Das Beste daran: Hat eine Kerze einmal ausgeglüht macht ein schöner Holzdeckel aus dem Glas am Ende die perfekten Aufbewahrungsbehälter für die Küche.
  • Ich bin ein Listenmädchen. Immer gewesen, werde es wohl immer bleiben. Wenig bringt mir so viel Genugtuung wie Bullet Points auf To Do Listen abzuhaken oder durchzustreichen. Gerade in meinem trubeligen Berufsleben zwischen Flügen, Koffern und Selbständigkeit muss ich immer einen klaren Kopf bewahren und wäre ohne meine Listen, meinen Taschenkalender und meine für andere vielleicht unübersichtliche Zettelwirtschaft absolut aufgeschmissen – und ja, ich schreibe tatsächlich alles noch auf Papier! Die Kalender und Notizbücher von Real Passionates haben es mir so richtig angetan, vor allem die Marble Collection erfreut mein Herz – wie wichtig Weekly Plan & Co in meinem Arbeitsleben sind, werde ich euch in Kürze noch genauer erklären, und wenn sie dann auch noch so gut aussehen…!
  • Unser Umzug in die erst gemeinsame Wohnung ist ja nun schon eine Weile her – und eigentlich ist alles fertig. Das große Projekt KÜCHE hat sämtliche Erwartungen übertroffen und ich hätte niemals gedacht, dass wir in Eigenregie und DIY-Manier so viel Style in unser Zuhause bringen könnten. Das einzige, leidige Thema das – wie in so vielen Wohnungen – immer noch offen ist: Die Lampen. Außer meiner Kupferlampe über dem Esstisch hängen hier immer noch zwar ansehnliche, aber dennoch kahle Glühbirnen herum und warten auf ein schöneres Kleid. Das Thema Beleuchtung war auf der Stijl mehrmals Thema, Felix Kunkel von Pipeworks Design hatte definitiv die mit Abstand wunderschönsten Lampenkonstruktionen im Gepäck!

Und während sich die Halle 45 immer weiter, unaufhörlich mit neuen Gesichtern, Katerspaziergängern und Vollbärten füllt, schlendern wir so langsam Richtung Ausgang. Wir haben nicht jeden Stand gesehen, aber für heute genug. Nur das ein oder andere Mainz-Poster und so ein Fläschchen Schnaps, das hätte ich vielleicht noch mitnehmen sollen.

Die Stijl findet zweimal im Jahr in Mainz statt und kostet in der Regel 5 € Eintritt, Kinder unter 10 Jahren kommen kostenlos mit. Am 5. und 6. November zieht die Stijl-Familie übrigens weiter nach Nürnberg aufs alte AEG-Gelände, am 10. und 11. Dezember geht es in der Mensa Rempartstraße in Freiburg im Breisgau weiter.

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