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New Year’s Outfit: Be fierce or go home!

Und dann ist es plötzlich so weit, der 31. ist da und ich habe scheinbar als einziges Mitglied dieser Blogosphäre keinen Jahresrückblick vorbereitet. Hatte keinen Nerv, feinsäuberlich noch einmal alles aufzulisten, was ich dieses Jahr erlebt hab. Keine Energie, die schönsten Fotos, besten Outfits und tollsten Momente heraus zu suchen. Alles was ich habe ist ein großes Glücksgefühl in meinem Bauch, wenn ich an die vergangenen 12 Monate zurückdenke.

Denn 2015 war in jeglicher Hinsicht ein großartiges Jahr für mich. Ich habe das Jahr in Amsterdam mit einem der Menschen begonnen, mit denen ich es auch beenden werde, und da schon gewusst, dass das so sein wird.

Ich habe selten so zufrieden in ein neues Jahr geblickt, ohne Reue fürs letzte, ohne Bitterkeit, ohne das Gefühl, etwas furchtbares abschließen zu müssen mit diesem bescheuerten Jahreswechsel, diesmal bin ich ganz ruhig, ganz zuversichtlich, ganz glücklich, jetzt schon. 2014 war nicht schlecht, aber auch nicht funkensprühend. 2015 kann da mehr, da bin ich ziemlich sicher. Baby, you’re a firework.

Das waren meine letzten Worte 2014, und was soll ich sagen, ich lag wahnsinnig richtig damit. Ich habe mich in San Francisco verliebt, Singapore erkundet, eine wahnsinnig intensive Zeit in Beirut verbracht. Ich habe die Reise des Jahres nach Sri Lanka gemacht, dort dem buddhistischen Lichterfest beigewohnt und versucht, Surfen zu lernen. Ich bin mal wieder durch Tel Aviv spaziert und habe ein überraschend großartiges Wochenende auf dem Bulli Festival auf Fehmarn verbracht.

Ich war in Soweto zu Besuch und habe dort mit einem Bungee Sprung meinem inneren Schweinehund ganz schön in den Arsch getreten. Ich wurde mit dem Südtirol Medienpreis für viel Arbeit und Herzblut belohnt und habe mich wenig später in einer Phase des Umbruchs zur Salzwasserkur nach Miami begeben. Ich bin zurück nach Hause gezogen, und letztes Wochenende habe ich meine Vorurteile überwunden und endlich mal wieder Russland eine Chance gegeben. Und wurde für beides ganz schön belohnt.

Ich habe mich viel getraut dieses Jahr, mindestens drei schwerwiegende Entscheidungen getroffen die mir viel Kraft abverlangt haben, und auch für diese wurde ich mehr als belohnt. Ich befinde mich an einem der absoluten Höhepunkte meines bisherigen Lebens und könnte den ganzen Tag Danke dafür sagen. Ich will gleichzeitig noch viel mehr – und habe die Energie und den Support, das auch anzugehen.

Um diesem Jahr gerecht zu werden trage ich heute am Silvesterabend ein Outfit, das ich vor ein paar Monaten noch abgewinkt hätte: Ich in Culottes, mit meinen 165 Zentimetern? Auf gar keinen Fall! Und dann habe ich mich doch getraut, steckte drin und fand es ganz schön gut. Wie so vieles dieses Jahr.

Dazu kombiniere ich Schuhe, die mich schon zu einigen wichtigen Terminen begleitet haben, und den Schmuck, der mir am nächsten am Herz ist – einen Ring von Oma, einen Armreif von der Herz- und Patentante, Ohrringe, die mir dieses Jahr geschenkt wurden. Nennt mich abergläubisch, aber ich finde es schön, neben einem aktuellen Outfit zum Jahreswechsel Herzensstücke zu tragen.

Und vielleicht war das jetzt doch noch ein Jahresrückblick. Was ich im Januar in Amsterdam über das bevorstehende Jahr 2015 geschrieben habe?

Es gibt Dinge, die ich 2015 anders machen will, 2015 soll unbequemer werden, ich will mehr diskutieren und weniger hinnehmen, ich will es mir selbst und vor allem den anderen nicht immer so einfach wie möglich machen. Ich will mehr auf mein Bauchgefühl hören und weniger nachgrübeln, immer wieder merke ich dass mein Bauch meist richtig liegt, dass alles gut wird, wenn ich ihn nur machen lasse. Das alles gut wird. Alles wird gut. Immer.

Und hier stehe ich und weiß, wie viele Fortschritte ich gemacht habe. Dass da immer noch Platz nach oben ist, aber das sämtlicher Optimismus, jegliche Zuversicht, all die Hoffnung berechtigt waren. Das kommende Jahr darf noch unbequemer werden, wenn es auch nur halb so viel Puderzucker bereithält wie das vergangene. Danke 2015, du wundervolles Jahr. Und jetzt: Bring it on, 2016, bring it on!

Bilder von Florian Roser.

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