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Mit Klick ins Weekend-Feeling: Über das Gefühl, neu zu sein, über Plagiate und das Lebensgefühl einer Generation

War ja mal wieder viel los in diesem Internet! Ich bin gerade auf dem Weg zur Piste (Was? Schon wieder Skifahren? Jaaa, ich bin in Kärnten – Bericht und Bilder folgen!), hier deshalb kurz und knapp meine Klicks zum Weekend-Feeling:

Für mich so ziemlich das Beste nach einem langen Skitag: Käsespätzle. Und weils grade so gut passt findet ihr bei Isabelle im Applewoodhouse das perfekte Rezept (das Bild stammt natürlich auch von dort).

Kaesespaetzle-2

Und während ihr Kässpatzen nascht, könnt ihr auf Zeit.de weiterlesen. Rebecca Martin hat dort ziemlich gut in Worte gefasst, was ziemlich viele Menschen in meiner Generation fühlen: Eine diffuse Mischung aus Orientierungslosigkeit, Zukunftsangst und leidenschaftsloser Mattheit.

Ich sage das nicht gerne, aber: Ich verbringe weitaus mehr Zeit damit, über Sex nachzudenken, als über Politik. […] Bei dem Tempo, in dem Unglücksmeldungen auf mich einprasseln, ist es einfacher, den Blick nach innen zu richten. Dieser nach innen gerichtete Blick wird ja häufig an jungen Menschen kritisiert. Ich kann natürlich nur für mich sprechen: Mir ist sehr wenig egal. Aber ich bin von fast allem überfordert.

Auf Reisedepeschen hat Gesa schon vor einem Jahr beschrieben wie es sich anfühlt, neu zu sein. Neu im Hostel, neu in einer Gruppe fremder Menschen. Darüber, was man tun muss, um darein zu kommen – und warum das manchmal einfach nicht klappt. (Drauf gestoßen bin ich übrigens jetzt erst bei Smaracuja.)

Alles, was wir tun müssen, ist weitergehen. Jeden Tag aufs neue und einen Schritt nach dem anderen. Und irgendwann werden wir nicht mehr neu sein. Irgendwann werden wir dazugehören. Und bis es soweit ist, sollten wir versuchen uns immer wieder daran zu erinnern, dass keiner da draußen besonders viel über uns nachdenkt, uns kritisiert oder uns unter die Lupe nimmt. Keiner. Außer uns selbst.

Und drüben bei uberding habe ich was über Plagiate und Designerfakes getippt. Weils mir wichtig ist.

Vielleicht liegt es daran, dass ich ein Designerkind bin und die Vorstellung, dass die stundenlange kreative Arbeit eines Menschen in Sekundenschnelle kopiert wird, mir persönlich nahe geht. Vielleicht ist es aber auch nur ein grundsätzliches Moralempfinden, das mir in meiner Erziehung nahegelegt wurde.

van

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