Travel & Wanderlust
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Let’s take a walk: Kleine Wandertour im Schwarzwald

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Wandern. Was auf mich jahrelang in etwa die motivierende Wirkung einer Nachhilfestunde in Mathematik hatte, ist mittlerweile zu etwas geworden, was ich immer mal wieder richtig gerne mache. Ich bin keine Wandersfrau. Ich stampfe in Turnschuhen statt Wanderstiefeln durch Wälder und über Wiesen, ich besitze keine Funktionskleidung und trage nur äußerst widerwillig (hier aus Funktionalität aber gerne) einen Rucksack. Aber ab und an, da finde ich in nicht zu langen, nicht zu steilen Wandertouren durchaus diese Erfüllung, von der immer alle erzählen.

Klar: Spätestens auf dem Gipfel eines erklommenen Berges fühlt man sich einfach nur gut. Aber beim Wandern gilt mehr denn je, dass der Weg das Ziel ist, und tatsächlich finde ich meist die anstrengendsten Schritte am meditativsten. Das Beste am Wandern ist aber, dass man es nicht alleine macht, sondern im Idealfall mit Herzensmenschen. Mit Menschen manchmal, mit denen man sonst nur unregelmäßig telefoniert, sich auf den neusten Stand bringt, aber nur noch selten wirklich etwas unternimmt. Und hier, irgendwo im Schwarzwald, zwischen Baumwipfeln und Berggipfeln, hier kommen wieder die verträumteren Gespräche in Gang. Die mit Zeit, die ohne reinen Informationsgehalt, sondern mit viel Meinungsaustausch und Grundsatzgedanken.

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Wir sind durch die Ravennaschlucht Richtung Breitnau und auf den Piketfelsen gestapft, die Wanderung war auf vier Stunden ausgelegt, wie meist waren wir etwas schneller (was aber auch daran liegen könnte, dass wir unbeabsichtigt ein bisschen abgekürzt und dadurch ein paar Kilometer ausgelassen haben). Mit 360 Metern Höhenunterschied war die teilweise schon recht steile Wanderung selbst für mich spielerisch machbar, und die Aussicht vom Piketfelsen aufs Höllental entschädigt dann für die wenigen kleinen Momente, in denen man (so wie früher als Kind) immer mal wieder Warum mach ich das hier eigentlich? gedacht hat. Genau so wie der blaue Himmel.

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Vom Hofgut Sternen aus führt der Weg unter dem Ravenna-Eisenbahnviadukt in die Ravennaschlucht mit Wasserfällen und Kaskaden. Am Gasthof Kletterer vorbei geht es querfeldein in die Wiesen der Breitnau, dann übers Mooshäusle und den Neuhof auf die Kaiserwacht, wo der Piketfelsen eine tolle Aussicht ins Höllental bietet.

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