
Es gibt Orte, über die fällt es mir leicht zu schreiben, ich weiß schon lange bevor ich in die Tasten greife was ich sagen will und wie. Und es gibt Orte, die gehen ganz tief rein in mich, die bewegen mich sehr, und die setzen sich in mir fest. Manche davon sind aber ganz schön unbequem, sie wälzen sich in meinem Bauch und auch in meinem Hirn von links nach rechts, ich kriege meine Gedanken nicht zu fassen und keinen graden Satz hin über sie.
Meine Meinung zu Israel ist nach wie vor zu ambivalent, zu oberflächlich, um mich fundiert darüber auszulassen, aber der Ausflug nach Jerusalem war zweifellos aufschlussreich. Zu viel Religion an einem Ort für meinen Geschmack, das war schon vorher klar. Neben mir auf der Busfahrt von Tel Aviv in die heilige Stadt ein zierliches neunzehnjähriges Mädchen mit Maschinengewehr. Nach der Ankunft ein vertrautes Gesicht, zum Glück, alleine wäre ich wohl doch etwas ins Straucheln gekommen. Aber so: Rein in die Stadt. Erstmal einen Chai, dann laufen und schauen.
Schauen und laufen. Nicht zu viel denken, davon kommt danach noch genug. Nur wundern. Über die Wassertanks auf allen Häusern im muslimischen Viertel, die keine israelischen Siedlungshäuser sind, zum Beispiel. Über die Menschen, die gerahmte Bilder mit in die Erlöserkirche bringen, um sie auf einen großen Stein zu legen und dadurch ihrem Herrn näher zu kommen.
Um zur Klagemauer zu kommen, muss man durch einen scheinbar willkürlich aufgebauten Checkpoint. Was ich fast schon beiläufig wahrnahm, erscheint mir im Nachhinein absurd. Stirnrunzeln. Dann weiter. Man sollte nie aufhören, sich zu wundern.
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