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Summer Nights: Von betrunkenen Erdbeeren und dem Tanzen auf Zeltböden

Das Beste am Sommer sind die Tage am See, ganz klar. Das Beste am Sommer sind auch der tägliche Besuch bei der Eisdiele um die Ecke. Das Beste am Sommer sind Festivals, Bikinis, der Geruch nach Sonnencreme und tropfende Wassermelone in der Hand. Aber das Allerbeste am Sommer? Das sind die nicht enden wollenden Abende mit Freunden, draussen, mit Kerzenschein und einem kalten Getränk in der Hand.

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Abende die beginnen, wenn sich die Augustsonne so langsam hinter den Baumwipfeln verabschiedet und alles in ein goldenes Licht taucht. Abende mit Menschen die schon immer da waren und mit Menschen die für immer da sein werden, Abende an denen sich Erinnerungen mit Zukunftsplänen vermischen, Abende an denen wir manchmal still stehen statt zu tanzen weil wir uns so viel zu erzählen haben und Abende an denen ein neues Glas Bowle wichtiger ist als Selfies.

Es sind solche Abende an denen wir nichts mehr brauchen als uns und die abgekühlte Luft zum Atmen, ein Zelt mit Matratzenlager (oder, wenn es doch zu kalt wird, eben eines im Wohnzimmer), einen sternenklaren Himmel und irgendwann nachts um eins ein Tablett mit Eis am Stil.

Am nächsten Morgen wartet kein Kater auf uns und keine Wehmut dass es vorbei ist, sondern ein kalter Pool im Garten der Nachbarn und ich bin – mal wieder – besonders dankbar für die Umstände, unter denen ich aufgewachsen bin, für diese Freundschaften, die ich über die Jahre geschlossen (und mitunter jahrelang schleifen lassen) habe, für herzliche, offene Menschen die nicht nachtragend sind, für solche, die immer das Beste von mir bekommen und das zu schätzen wissen und vor allem für solche, die Abende wie diesen auf die Beine stellen.

Rezepte für eine erdbeerbeschwipste Gartenparty

  • Gemüsepizza mit Gorgonzola und Feta

ZUTATEN: PIZZATEIGROLLE AUS DEM KÜHLREGAL / PASSIERTE TOMATEN / 1 ZWIEBEL / 2 KNOBLAUCHZEHEN / 2 PAPRIKASCHOTEN / GETROCKNETE TOMATEN AUS DEM GLAS / 1 ZUCCINI / 1 GELBE PAPRIKA / 100 g GORGONZOLA / 200 g FETAKÄSE / 1 BECHER SAHNE / PINIENKERNE

Meine Version wird weniger vegan als die auf den Fotos, aber dafür noch einfacher: Statt selbstgebackenem (veganem) Teig greife ich gerade bei Festen und größeren Portionen gerne zu fertigem Pizza-Teig aus dem Kühlregal zurück. Den Teig breite ich aus und lasse ihn auf Zimmertemperatur kommen, während ich Zwiebeln und Knoblauch in einer Pfanne mit Öl anschwitze und das Gemüse darin anbrate. Zeitgleich erhitze ich die Sahne und krümele den Gorgonzola hinein, sodass er darin schmilzt. Anschließend verstreiche ich die passierten Tomaten auf dem Pizzateig, verteile die abgekühlte Gemüsemischung darauf und streue die Pinienkerne darüber. Zum Schluss wird der Fetakäse über die gesamte Pizza gekrümelt und die Gorgonzola-Sahne-Mischung darüber vergossen, bevor sie für eine gute Viertelstunde bei 200 Grad in den Ofen wandert.

  • Eierlikör-Guglhupf mit Erdbeertopping

ZUTATEN: 250 g PUDERZUCKER / 125 g MEHL / 125 g SPEISESTÄRKE / 1 PÄCKCHEN BACKPULVER / 2 PÄCKCHEN VANILLEZUCKER / 5 EIER / 250 ml OLIVENÖL / 250 ml EIERLIKÖR

Die Eier werden mit dem Vanillezucker schaumig geschlagen, der fein gesiebte Puderzucker unter Rühren dazugegeben. Nach und nach finden auch Eierlikör und Olivenöl ihren Weg in die Pampe, bevor sich Mehl, Speisestärke und Backpulver vereinen, darübergesiebt und untergehoben werden. Der Teig wird in einer Guglhupfform bei 180 Grad eineinhalb Stunden lang gebacken und abschließen gestürzt, abgekühlt und mit Erdbeeren und Schokoladenkuvertüre überzogen.

  • Wassermelone-Feta-Salat

ZUTATEN: 1 WASSERMELONE, 2 PÄCKCHEN FETA, FRISCHE MINZE, ETWAS OLIVENÖL, ETWAS LIMETTENSAFT

Mittlerweile ein absoluter Sommer-Klassiker und so lecker wie einfach: Die Wassermelone in (kernlose) Würfel schneiden, den Feta dazu krümeln, Minze waschen und zupfen, mit etwas Olivenöl und Limettensaft anmachen – fertig!

  • Erdbeer-Gin-Bowle

ZUTATEN: 250 g ERDBEEREN (Achtung: Wenn ihr vorhabt, mich einzuladen, auch gerne mehr!) / 300 ml ERDBEERSIRUP / 180 ml LIMETTENSAFT / 180 ml GIN / 700 ml MINERALWASSER / 1 VANILLESCHOTE / FRISCHE MINZE UND BASILIKUM / LIMETTENSCHEIBEN

Mit diesem Rezept hat mich meine Freundin N. am Schlafittchen gepackt und aufs Positivste überrascht. Gin ist – neben Whiskey – mein liebstes (wenn auch fatalstes) Longdrink-Beiwerk, und statt der obligatorischen Sekt-und-Wein-Bowle hier mit einem Gin Punch aufzutrumpfen… Chapeau, meine Liebe! Die Zubereitung ist denkbar einfach: Erdbeeren schnippeln, alle flüssigen Zutaten vermischen, mit Minze, Basilikum und Limettenscheiben anrichten und natürlich ordentlich Eis in die Mische. Knaller!

  • Überfahrene Spinat-Ricotta-Schnecken

ZUTATEN: BLÄTTERTEIGROLLE AUS DEM KÜHLREGAL / 180 g RICOTTA / 200 g RAHMSPINAT / WAHLWEISE ZWEI ESSLÖFFEL PESTO ODER BROTAUFSTRICH

Wie es häufig so ist habe ich mein eigenes Mitbringsel leider nicht fotografiert – der Name sagt es aber auch schon: So lecker sie schmeckten, so unfotogen waren sie. Der Ricotta und der Spinat machen die Schnecken recht schwer und so sind sie während dem Backen ziemlich in die Breite gegangen. Macht aber nichts! Ich breite wieder einfach den fertigen Blätterteig aus und streiche zunächst etwas Toskana-Brotaufstrich (genauso lecker: Pesto!) dünn auf den Teig. Als nächstes verteile ich den Ricotta (gut, fast schon zu gut gewürzt mit Salz und Pfeffer) auf dem Teig, bevor der abgekühlte Rahmspinat seinen Weg darauf findet. Jetzt rolle ich den Boden der langen Seite nach zusammen – mir hat es geholfen das letzte Stück „im Backpapier“ zu rollen und die Wurst noch mal eine Stunde in den Kühlschrank zu legen, bevor ich sie herausnahm, in etwa 3 Zentimeter breite Schnecken schnitt und auf einem Backpapier für etwa 20 Minuten bei 200 Grad knusprig werden ließ.

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