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A smile from San Diego: Ein kleiner Roadtrip in Kalifornien

Es passiert mir immer wieder – und meistens erzähle ich euch davon: Diese unverhofften Glücksfälle auf Reisen, wenn man eigentlich gar nichts geplant hatte, und dann alles von alleine läuft. Oder, auch schon mehrmals passiert, wenn eigentlich alles schief geht und sich dadurch dann die besten Dinge ergeben. Für mein Layover in Los Angeles hatte ich eigentlich großartige Pläne: Einen Rundflug über den Grand Canyon hatte mein Kollege vorgeschlagen, er wollte sich um den Flieger kümmern und suchte nur noch Passagiere, damit sich der Ausflug rechnete. Jackpot!

Kurz vor Abflug in Frankfurt stellte sich heraus: Die Maschine in L.A. ist kaputt, der Grand Canyon muss auf ein anderes Mal warten. Aber der Mietwagen, der uns zum lokalen Flugplatz bringen sollte, war ja nun mal gemietet, also warum nicht einfach… warum nicht einfach nach San Diego fahren? Ja, warum eigentlich nicht?

Ein kleiner Roadtrip von Los Angeles nach San Diego

Wenige Stunden und eine kurze Nacht im Hotel in Costa Mesa später sitze ich in einem Siebensitzer, reibe mir die Augen und trinke die letzten Schlucke meines Frühstückskaffees. Vor uns liegen eineinhalb Stunden auf dem Interstate 5 Highway, von Los Angeles Downtown wären es zweieinhalb gewesen, im Endeffekt wäre auch das dieses Gefühl wert gewesen, das sich bei kalifornischen Mini-Roadtrips wie diesen immer wieder in mir ausbreitet: Aufbruchsstimmung, Abenteuerlust. Auch wenn es nur ein kleiner Trip in das bei Hipstern immer beliebtere San Diego ist und wir schon am Abend wieder zurück im Hotel sein werden.

Welcome to America’s Finest City

Die zweitgrößte Stadt Kaliforniens liegt kurz vor der Grenze nach Mexiko und wird auch gerne mal als „America’s Finest City“ bezeichnet. Das Klima ist angenehm – wenn auch die Sonne an diesem Tag nicht unbedingt mitspielt. Selten habe ich Cali so diesig gesehen, es hat knapp 20 Grad, aber davon lassen wir uns den Tag nicht verderben. Viel wärmer als 25 Grad wird es in San Diego ohnehin selten.

Neben einer der größten Navy Basen der Staaten in der Bucht hat San Diego noch einiges mehr zu bieten. Doch wir stoppen zunächst in Mission Bay, lassen den Blick über die Salzwasserlagune schweifen und schlendern am Belmont Park, einem ausgestorbenen Freizeitpark, vorbei zum Pacific Beach.

Wenig später finden wir uns in Old Town wieder – im California State Park stehen 37 historische Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, der Ort gilt als Geburtsort Kaliforniens, und seien wir mal ehrlich: Für amerikanische Verhältnisse ist es hier ganz schön authentisch. Und die Nachos mit Salsa de Frijoles, die wir zum ersten Bier des Tages serviert bekommen, unglaublich lecker. Apropos lecker…

Lunch with a view: Die C Level Lounge mit Blick auf San Diego

Unser spätes Mittagessen nehmen wir in der C Level Lounge – leckerer Fisch, umwerfender Service, vor allem aber eine grandiose Aussicht auf die Stadt. Unser Geburtstagskind bekommt ein sensationelles Stück Torte, und der Wein fließt in Strömen. So lässt es sich aushalten!

Dumm nur, dass uns die Zeit davon läuft. Es ist fast dunkel, als wir vom Geburtstagstisch aufstehen und noch einmal im Schnelldurchlauf durch die Stadt fahren. Die Highlights schreibe ich mir fürs nächste Mal auf:

Sehenswertes in San Diego

• Der Balboa Park – ein knapp 5 Quadratkilometer großer Park, in dem auch das berüchtigte Timken Museum steht.
• Das Gaslamp Quarter – das historische Stadtzentrum mit vielen viktorianischen Gebäuden, in dem sich der Großteil von San Diego Nachtleben abspielt.
Point Loma – eine 128 Meter hohe Halbinsel mit tollen Aussichtspunkten und sehenswerter Landschaft.
• Das Air & Space Museum sowie das Museumsschiff USS Midway im Hafen.
• Das Hotel Del Coronado – ein Luxusstrandhotel, bekannt unter anderem aus Some Like It Hot, und das älteste Holzgebäude Kaliforniens. Auf der Terrasse des denkmalgeschützten Hotels sollte man unbedingt mal einen Sundowner nehmen, habe ich mir sagen lassen…

Wer hat schon mehr Zeit in San Diego verbracht? Wo ist es besonders schön?

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