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So schmeckt Peru: Eine peruanische Nacht im Sheraton Frankfurt Airport

Ich war noch nie in Peru. Generell sind meine Erfahrungen mit Südamerika bisher eher dünn gesät: Einige Layover in Bogotá, in das ich mich schon sehr verliebte, 24-Stunden-Aufenthalte – hauptsächlich am Pool – in einem Außenbezirk von Caracas, die Stippvisite in Buenos Aires vor ein paar Wochen und natürlich meine Reise nach Bolivien mal ausgenommen, habe ich von diesem großartigen Kontinent bisher nicht viel gesehen. Da ist so eine Sehnsucht, aber ich weiß, dass Südamerika nicht zu den Reisen zählt, die ich alleine machen will, sondern im Team. Also: Warten.

Aber so einen kleinen Vorgeschmack auf Peru, den nehme ich gerne mit. Und so kam es mir gerade recht, dass das Sheraton Frankfurt Airport Hotel vergangene Woche zum Peruvian Dinner einlud – Spitzenkoch Edgar Hurtado, derzeit vor allem bekannt für sein Engagement als Küchenchef des Garden Restaurant im JW Marriott Marquis Dubai, war zu Besuch und präsentierte uns voller Hingabe seine Fusion-Kreationen, die aus peruanischen Klassikern mit japanischen Einflüssen und ganz viel Kreativität bestehen. Aber bevor wir uns im Flavors Restaurant den Magen voll schlugen, wollte ich mir erstmal das Haus genauer angucken.

Das Sheraton Frankfurt Airport Hotel

Das Sheraton ist in erster Linie: Groß. Mit beeindruckenden 1.008 Zimmern bringt es eine ordentliche Menge Gäste unter und ist – neben der unglaublich praktischen Lage direkt gegenüber dem Terminal 1 – nicht zuletzt deshalb auch die erste Wahl für alle, die geplant oder ungeplant eine Nacht am Flughafen verbringen müssen (oder auch einen Tag: Tageszimmer sind hier auch kein Problem!). Vor allem die neu designten Zimmer lassen wenige Wünsche übrig, wie in allen Sheratons überzeugen mich vor allem die Simmons Betten, in denen ich einfach immer tief schlafe und ausgeruht aufwache.

Besonders punktet das Sheraton aber natürlich mit seinem Sheraton Club Angebot, von dem meine Tischpartner und Vielflieger Massi und Steffen regelmäßig Gebrauch machen. Sheraton Club-Mitgliedern stehen nicht nur die Club-Zimmer und -Suiten mit privatem Check-In und Check-Out zur Verfügung, sondern eben auch die Club Lounge im 9. Stock, in der man den ganzen Tag snacken, Sekt picheln, das Highspeed-Internet nutzen und einen separaten kleinen Fitness-Bereich nutzen kann. Perfekt für alle, die nicht in Frankfurt wohnen und zwischen zwei Geschäftsreisen nur eine Nacht haben, die Zeit aber effizient nutzen wollen!

Für Raucher und Frischluftliebhaber gehört zur Lounge auch eine kleine Panorama-Terrasse, auf der wir an diesem lauen Sommerabend den Fliegern beim Landen zusahen. Da werde selbst ich zum Plane-Spotter!

Aber jetzt ab nach Peru: Peruvian Flavors mit Chef Edgar

Noch lieber als den Weg zum Flavors Restaurant hätte ich an diesem Abend also nur den zum Gate mit dem nächsten Flug nach Lima eingeschlagen. Aber was wir schon bei einem flüssigen Vorgeschmack in Form des eigens kreierten Moratini, einem Aperitif inspiriert von den schwarzen Morado-Kolben, die Edgar extra mit nach Deutschland gebracht hat, in der Lobby anfingen, ging gut weiter.

Wir machten kurz Stopp im urigen Restaurant Taverne und bekamen dort die Mini-Version der Perfektion eines Burgers serviert: Edgars Signature Burger mit Speck, Panca BBQ-Sauce und Guacamole traf bei mir genau den richtigen Nerv und hätte ich nicht geahnt, dass uns an diesem Abend noch zehn weitere Gänge erwarteten, ich hätte sie alle verdrückt.

Einmal im Flavors angekommen floss der Wein in Strömen – deutscher Wein, weil Edgar fest an die Fusion der verschiedenen Kulturen und Küchen glaubt und uns erzählte, wie er erst wenige Tage vor unserem Dinner mal wieder den perfekten deutschen Wein zu einem seiner Gerichte getrunken hatte. Wir ließen uns auf die Kombinationen ein und tatsächlich – alles an diesem Abend harmonierte. Sei es das Tuna Brulle mit Quinoa, das mit seinem Aji Amarillo Dressing und dem roten Chili Dip sogar mir Thunfisch schmackhaft machte, oder die Kombination aus Quinoa-Salat, Avocado, Edamame und Granatapfelkernen; Edgar kombiniert süß mit scharf und salzig, cremig mit knusprig, und er tut es gut! „Ich bin davon überzeugt, dass es beim Essen nicht nur auf den Geschmack ankommt“, erzählte er uns über einem Lachs-Ceviche, „sondern vor allem auch auf das Spiel mit verschiedenen Texturen“. Oh Edgar, spiel noch mehr mit uns!

Zum Glück hörte der Regen aus kleinen Portiönchen der leckersten Gerichte nicht auf, und als sich die letzten Weingläser leerten fiel es uns schwer, uns auf einen Favoriten zu einigen. Klarer Sieger war für mich das Quinotto, eine Art Risotto aus Quinoa mit grünem Spargel, Pilzen und gehobeltem Trüffel (das Rezept verrate ich euch noch!). Aber auch das Lomo Soltado, das Lammkarree mit Passionsfrucht und Honig und sogar die gebratenen Garnelen mit Maracuja-Sauce hatten es mir angetan.

Edgar hat es an diesem Abend geschafft, das typische „Inka-Food“, wie er es selbst nennt, also Quinoa, Chia, Amaranth & Co völlig neu zu interpretieren. „You see: Inka-Food is the original and ultimate superfood!“, lacht er. Und er hat Recht. Ziemlich super.

Knaller für danach ist dann eben auch noch die oben erwähnte Panorama-Terrasse im 9. Stock des Sheraton, auf der wir beim Sonnenuntergang und einer Zigarette den Abend ausklingen ließen und ich aufpassen musste, dass mir mein ultraleichtes Seidenkleid des spanischen Fair Fashion Labels Suite 13 nicht davon wehte. Wobei… wenn es mich nach Peru getragen hätte…

Noch bis zum 30. Juli können die Gäste des Sheraton Frankfurt Airport sowie alle, die nur zum Essen vorbeikommen wollen, im Flavors Restaurant Edgars peruanische Kreationen genießen. Das Flavors ist wochentags von 6.30 bis 22.00 Uhr geöffnet, an Wochenenden und Feiertagen bis 23.00 Uhr, Tischreservierungen könnt ihr unter der 069 69771246 loswerden.

Sheraton Frankfurt Airport Hotel
Hugo-Eckener-Ring 15
Airport / Terminal 1
60549 Frankfurt am Main


Dieser Beitrag basiert auf einer Einladung des Sheraton Frankfurt Airport Hotels. Der Beitrag wurde nicht vergütet und meine Meinung durch die Einladung nicht beeinflusst – das Essen war einfach der Knaller.

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