Travel & Wanderlust
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I’ll try anything once: Frühstück auf einem Fischmarkt, irgendwo in Indien

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Sechs Uhr morgens in der Nähe von Sagar Nagar. Nach zwanzig Minuten auf dem Roller stehen wir inmitten der Menschenmenge, zwischen Fischern, Händlerinnen, Einkäufern. Irgendwo in der Ecke riecht es nach Chai, doch vor mir vor allem nach: Fisch. Ich hasse Fisch, ich esse nichts aus dem Meer, es graut mich. Aber ich liebe Märkte aller Art, wie magisch zieht es mich hier immer wieder hin. Und wenn ich schonmal da sei, so meine neuen Freunde, dann müsse ich mir auch dieses Spektakel angucken. Selbst Schuld, wenn man sich als Reisemotto I’ll try anything once auf die Fahnen schreibt.

Deshalb stellten wir den Wecker auf unmenschliche fünf Uhr morgens, schlüpften aus den klammen Schlafsäcken und fuhren zum Fischmarkt. Für alle anderen hier ist das normal – sowohl die Uhrzeit, als auch der Geruch. Ich bin nicht ganz normal, mit meinem rotblonden Haar, der hellen Haut, dem ungläubigen Blick und der Kamera, die immer wieder klickt.

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Auf dem Dach der Fischerboote wird der Fang des Morgens getrocknet, sonst geschieht dies auch gern am Straßenrand. Eigentlich habe ich Hunger, aber es gibt zu viel zu sehen. Um die Ecke liegt die Schiffswerft, keine Ahnung seit wann hier schon gearbeitet wird, der Junge auf dem Skelett eines Fischerboots sieht müde aus. Vielleicht ist er auch grade erst aufgewacht, weil komische Europäer neben seinem Boot herumspazieren. Er lächelt mich milde an.

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Und als dann die Sonne wirklich aufgegangen ist, gibt es Frühstück. Ich esse vegetarisch. Man muss ja auch nicht alles mitmachen.

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