Thoughts
Schreibe einen Kommentar

Get ready to leave your comfort zone: Warum wir aus der Komfortzone raus müssen, um wirklich glücklich zu sein

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und ich, bei aller Ironie, allen voran. Ich bin mir sicher, dass das Fliegen eines der besten Dinge ist die mir passieren konnten – denn dadurch bin ich regelmäßig dazu gezwungen, meine Comfort Zone zu verlassen. Und auch wenn es Tage gibt, an denen ich überhaupt keine Lust habe meine Koffer zu packen, an denen ich mir einen stinknormalen Alltag und einen Monat Schlafen in meinem eigenen Bett wünsche – genau dieses Überwinden der eigenen Gemütlichkeit, der eigenen Gewohnheiten und Routinen ist es, das uns wirklich glücklich macht.

How to leave your comfort zone – and why:

  • Routinen aussetzen

Wie gesagt, manchmal bin ich ein richtiger Fan des Alltags. Aber immer nur für maximal drei Tage am Stück. Von allen, die mehr Alltag haben und aus Phasen, in denen ich zum Beispiel praktikums-bedingt wochenlang reguläre 5-Tage-Wochen hatte, weiß ich, dass nichts ermüdender ist als die immer selben Routinen. Deshalb: Schluss damit! Was im Alltag schon hilft: Mal den anderen Weg ins Büro nehmen. Zum Beispiel mit dem Rad statt mit dem Bus. Den morgendlichen Kaffee beim Lieblingscafé am Flussufer holen statt bei der schnöden Bäckerei auf dem Weg zur Arbeit. Zum Beispiel am Ende einer morgendliche Laufrunde, obwohl ihr eigentlich immer abends nach Feierabend joggen geht. Es klingt so banal, aber das eigene Leben wird so viel spannender, wenn wir auch nur an den kleinen Rädchen drehen.

  •  Den Blickwinkel ändern

Eigentlich wissen wir es alle, aber es ist so leicht, es zu vergessen: Die eigene Sichtweise ist nicht immer automatisch die richtige – geschweigedenn die einzige. Wir werden glücklicher, wenn wir versuchen, auch mal die Perspektive des anderen einzunehmen, eines Fremden zum Beispiel oder der Kollegin, mit der wir uns gerade in den Haaren liegen. Nicht nur, weil wir dadurch unnötige Konflikte verhindern können und unseren Horizont erweitern, sondern auch, weil es uns produktiver und innovativer macht: Wer immer nur in der eigenen Suppe löffelt, wird auch immer die selben Zutaten hinein werfen. Think different – klingt immer so banal, ist aber ein guter Ansatz.

  •  Es trotzdem machen

Wie oft war ich schon in folgender Situation: Ich hatte mir einen Plan fürs Layover gemacht. Ich wollte ein paar Dinge erledigen, dieses oder jenes sehen, zum Abendessen in dieses Diner gehen, das ich auf Instagram entdeckt hatte. Und dann liege ich da in meinem Hotelbett, müde und platt und ohne Lust, auch nur eine Menschenseele zu sehen. Es ist unheimlich leicht, in diesem post-Flugmodus auf dem Hotelzimmer zu versacken und Room Service zu ordern, statt Fusion Food im szenigen Café zu essen. Und es macht unheimlich glücklich, genau diese Comfort Zone zu verlassen. Noch nie habe ich es bereut, doch noch aus dem Hotel zu gehen. Noch nie! Jedes Mal führe ich an genau diesen Tagen die schönsten Unterhaltungen mit Fremden, stolpere über die schönsten Caféschwellen und verliebe mich in Städte, die ich vorher nicht auf dem Radar hatte. Trotzdem losgehen! ist manchmal die beste Idee – und das gilt auch für das Konzert, den Barabend oder die Geburtstagsparty in der eigenen Stadt!

  • Unbequem werden

Ich hasse frühes Aufstehen. Fuck the early bird! Vor 8 Uhr aus dem Bett zu kommen funktioniert bei mir eigentlich nur, wenn ein Flug oder ein anderer unumgänglicher Termin ansteht oder ich in den Urlaub fahre. Aber auch im Alltag sollten wir das ab und zu einbauen – denn nur so lassen sich diese wunderschönen Sonnenaufgänge erleben, die uns die Erde immer wieder schenkt. Wie auf diesen Bildern aus Saalbach, für die wir um 7 Uhr morgens die erste Gondel auf den Zwölferkogel genommen haben. Da war es zwar schon hell, aber der richtige Sonnenaufgang fand erst statt, als wir am Gipfel standen. Und ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige bin, die ein oder zwei Glückstränchen vergossen hat – spätestens, als wir dann die erste Abfahrt ganz für uns allein hatten.

  • Aktiv sein

Generell haben mir die ersten Monate dieses Jahres und die vergangene Wintersaison gezeigt, wie glücklich mich Aktivität macht. Ich bin eigentlich ein gemütlicher Typ. Man liegt nicht falsch damit, mich als grundlegend faul zu bezeichnen. Sport war bis vor ein paar Jahren ein absoluter Graus für mich, und auch heute ist mein Schweinehund meist größer als mein eiserner Willen. Aber ich weiß, wie glücklich mich Bewegung macht. Nicht, weil sie bewirkt dass ich besser in meine Jeans passe. Sondern weil ich zufriedener bin. Ausgeglichener. Dazu kann meine Laufroutine beitragen, die ich mir langsam aber sicher wieder antrainieren will. Aber auch das Thema Wandern und Outdoor-Sport steht 2017 wieder mit höherer Priorität auf meiner Liste. Weil ich glücklicher bin, wenn mein Schweinehund sich in seine Hütte verzieht – und ich mich aus meiner Comfort Zone.

Die Bilder und Gedanken zu diesem Post entstanden im Januar beim Morning Ride auf den Zwölferskogel im Rahmen der Story Base 2017. Vielen Dank für ein weiteres unvergessliches Erlebnis an den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn! 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.