Alle Artikel in: Travel & Wanderlust

Eine Woche in Buenos Aires: Es muss nicht immer die große Liebe sein

Buenos Aires hatte es nicht leicht mit mir. Und ich hatte es nicht leicht mit Buenos Aires. Auf der einen Seite eine emotional Invalide, weit entfernt von ihrem gewohnten Enthusiasmus für neue Orte und schöne Dinge. Auf der anderen Seite eine große, laute, unübersichtliche Stadt auf dem Weg in den Winter. Das geht nicht gut zusammen. Ich hatte mir Ablenkung, Daydrinking in der Sonne und wenige Gedanken versprochen, aber selbst diese vielen, lauten Stimmen aus den unzähligen Straßen und Gassen der Stadt waren nicht laut genug, um meinen Kopf zu übertönen. Im Gegenteil ließen sie die Stimmen in ihm noch lauter gegen den Lärm der Stadt, die selbst ich wandelnder Kompass völlig orientierungslos durchstolperte, anschreien. Der Funke wollte einfach nicht überspringen, von Buenos Aires zu mir. Dies wird also kein Travel Post, wie ihr ihn von mir gewohnt seid. Aber ich will dieser Stadt kein Unrecht tun. Unter anderen Umständen, zu einer anderen Jahreszeit oder schlicht für einen anderen Reisenden mag Buenos Aires, wie Paul in The Kids Are Alright sagt, die schönste Stadt der Welt …

Spa-Wochenende im Elsass: In drei Etappen zur Entspannung

Es ist kühl und stockfinster, als ich mitten in der Nacht die Auffahrt zum La Cheneaudière hochfahre. Ich hatte mich nach einem langen Tag im Flieger ins Auto gesetzt und war drei Stunden über Autobahnen und Landstraßen gefahren; zwei Kaffeepausen, laute Musik und die Neugierde hielten mich wach. Ich war noch nie im Elsass gewesen, bis auf eine Stippvisite mit der Schulklasse in Straßburg vor rund zehn Jahren, und gespannt darauf, was mich erwartete. Ehrlich gesagt freute ich mich in erster Linie auf drei Tage Wellness, die ich gerade bitter nötig hatte. Ein Spa-Wochenende im Elsass: In drei Etappen zur Entspannung Das Elsass bietet die perfekte Ausgangslage für ein entspanntes, hoffentlich verlängertes Wochenende zum Abschalten: Von Frankfurt aus sind es nur rund drei Stunden mit dem Auto, die Anreise ist unkompliziert auch mit der Bahn möglich, und trotzdem findet man sich nach der kurzen Reise in einer anderen Welt wieder. Die Uhren ticken etwas langsamer, der Himmel ist etwas blauer, die Tulpen blühen an diesem ersten Aprilwochenende so, wie sie es bei uns erst ein …

Life of a flight attendant Q&A: Über Bereitschaftsdienste, Standby & Co.

Aus aktuellem Anlass und weil mich auf meine instaStory so viele Nachfragen erreicht haben, nutze ich meine Wartezeit auf einen Anruf von unserem Crew-Einsatz mal für ein neues Life of a Flight Attendant Q&A! Ich habe nämlich gerade Standby, sprich Bereitschaftsdienst, und sitze mehr oder weniger Däumchen drehend auf gepackten Koffern. Was bedeutet Bereitschaftsdienst, Standby oder Rufbereitschaft im Fliegerleben? Fast jede Berufsgruppe, die im Schichtdienst arbeitet, kennt sie: Die Bereitschaftsdienste. Für krankheitsbedingte Ausfälle, Extremsituationen, Besatzungsengpässe oder andere unvorhersehbare Situationen müssen Kollegen bereitstehen, die spontan einspringen können. Das ist nicht nur im Krankenhaus oder beim Technischen Hilfswerk so, sondern auch bei jeder Airline. Beim Fliegen passieren so viele unvorhersehbare Dinge, dass man für alles gewappnet sein muss: Allein über Frankfurt sind jeden Tag um die 800 Lufthansa Flugzeuge mit 1.300 Cockpit-Crews und 4.200 Flugbegleitern und Pursern unterwegs, und deshalb sind bei uns täglich mindestens 35 Piloten und 100 Flugbegleiter auf Standby. Es gibt dabei drei verschiedene Arten von Standby: Klassischer Standby – in drei 8- bis 10-stündigen Schichten aufgeteilt warten wir mit für alle Eventualitäten gepackten Koffern, fertigem Make Up …

24 Stunden in Tel Aviv: Verliebt in die Weiße Stadt, die niemals schläft

Gestern war ich bei YOU FM zu Besuch, um im Rahmen ihrer Trendjetter Kampagne über Tel Aviv zu sprechen – eine der Städte, die ich in 8 Jahren Fliegerei am häufigsten besucht habe, die mich am meisten in ihren Bann gezogen hat. Sie hat mich völlig unerwartet getroffen damals, als ich zum ersten Mal da war, und mich dann nicht mehr losgelassen. Tel Aviv ist ein Sammelsurium an Persönlichkeiten und Klängen, Gerüchen und Eindrücken. Im Interview, aus dem ihr in den nächsten Tagen immer wieder Ausschnitte auf YOU FM hören könnt, habe ich die Stadt daher nicht umsonst mit Hermine Grangers unendlicher Handtasche verglichen: Jedes Mal wenn man denkt, jetzt hat man aber alles gesehen, stößt man plötzlich doch noch auf eine unbekannte, überraschende Ecke. Und während ich gestern so von Tel Aviv sprach fiel mir auf, dass ich euch noch gar nicht von meinem letzten Besuch in der weißen Stadt erzählt habe. Die Gelegenheit habe ich genutzt, und all meine Tipps für die YOU FM Hörer auch direkt für euch aufgeschrieben: 24 Stunden in Tel Aviv …

Breakfast Love in Miami Beach: Lilikoi Organic Living Café in South Beach

Das Frühstück ist, wenn ich Zeit und Muse dafür habe, meine liebste Mahlzeit des Tages. Ich liebe pochierte Eier, ich liebe Pfannkuchen und Obstsalat oder ein gutes Rührei, dazu ein leckerer Milchkaffee und entspannte Musik, im Idealfall der Blick aufs Meer oder ins Gesicht meiner Liebsten und ich bin glücklich. Berufsbedingt kommt das mit dem Frühstücken bei mir aber oft zu kurz – sei es wegen der Frühschichten, die nicht selten um 5 Uhr morgens anfangen, oder weil ich an Tagen im Home Office den Snooze-Button so oft gedrückt habe, dass es nur noch für ein schnelles Frühstück vor dem Rechner reicht. Im Layover zelebriere ich meine Frühstückslust dafür umso lieber. Im Idealfall habe ich trotz Hotelbett, ungewohnter Geräusche und merkwürdiger Zeitverschiebung gut geschlafen (da bin ich wirklich gesegnet), war früh morgens laufen und habe dann den Weg in ein schönes Frühstückscafé gefunden – entweder in eines, das ich seit Jahren immer wieder besuche (wie zum Beispiel das Hollywood Café in San Francisco), oder in eines das ich online, auf Pinterest oder anderen Reiseblogs entdeckt …