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Acht von Zwölf: Das Monthly Sum Up im August

Der August war ein verdammt guter Monat, vor allem im Vergleich zu den letzten. Und während ich gerade im Flieger nach Bali sitze will ich mit euch teilen, warum.

The Highs of August

Der August begann mit einem Knaller-Layover in Miami. Oft ist es ja so, dass gerade dann, wenn man es am wenigsten erwartet, die besten Dinge passieren, und das hat sich diesen Monat gehäuft. Ich hatte wider Erwarten eine so tolle Crew, so viele gute, wertvolle Menschen auf einem Fleck, Kollegen, mit denen plötzlich beim Feierabendbier so tiefe Gespräche möglich sind wie mit nur ausgewählten Menschen zu Hause. Sicher ist es diese gewisse Unbedarftheit, die Tatsache, dass man im Alltag nie wieder miteinander zu tun haben wird, die dazu führt, dass man sich fremden Menschen gegenüber so sehr öffnet. Das Risiko eingeht, nicht verstanden zu werden. Und dann plötzlich so viel zurück bekommt. Wann saßt ihr das letzte Mal mit Tränen in den Augen und denen eures Gegenübers, das ihr zu diesem Zeitpunkt etwa zwölf Stunden lang kanntet, in einer Open Air Bar und hieltet euch an eurem Bier fest, um diesem fremden Menschen nicht um den Hals zu fallen vor Dankbarkeit dafür, dass er seine innersten Ängste und Schwächen offenbart – einfach weil er aus eigener Erfahrung weiß, dass diese Gemeinsamkeit dir grade hilft, wieder Boden unter den Füßen zu finden?

Es folgten durchtanzte Nächte und gewagte Tänzchen in der Weststadt, mit neuen Gesichtern und guten Begegnungen. Ein völlig verkaterter Vormittag auf dem Bürgerpark-Flohmarkt, wo ich gefühlt meinen halben Kleiderschrank verkaufte (und immer noch viel zu viel wieder mit zurück nahm). Ein Picknick mit Fußballeinlage meinerseits und der erneuten Erkenntnis, dass die Zeit mit den Kindern von Freunden die beste Therapie ist. Bouldern, um fiese Worte und schmerzhafte Gedanken abzuschütteln. Ein Besuch bei meiner Oma, der mir mal wieder zeigte, wie wichtig Zeit mit der Familie ist. Und wie wichtig es manchmal ist, sich selbst Blumen zu schenken.

Dann ging es vier Tage durch Europa, von denen ich zwei Tage lang dachte mich jeden Moment krank melden zu müssen, weil mein Rücken mir solche Probleme machte. Jetzt heißt es wieder jeden Tag Yoga, wenn mehr grade schon aufgrund der dauerhaften Erkältungserscheinungen nicht drin ist. In Barcelona entdeckten wir durch einen riesigen Zufall ein unglaublich charmantes, gesundes Frühstückscafé direkt um die Ecke vom Crewhotel, solche Entdeckungen machen mich immer nachhaltig glücklich. Ebenso wie Besuche in Mainz, vor allem, wenn die Freundin einem so schöne neue Orte wie das Lille Hus in der Heiliggrabgasse zeigt. Oder vogelfreie Tage in Darmstadt mit stundenlangen Besuchen im Woog, auf der Sonnenbank vor dem Goldmarmor oder dem Behandlungsstuhl der Hautsache.

Ich bekam Kontaktlinsen diesen Monat, schöne Komplimente, einen wichtigen Brief und ein ganzes Stück Energie und Kraft zurück. Was ich noch bekam, haben einige von euch schon auf insta Stories gesehen, weil ich es so gefeiert habe: Meine Master-Zulassung. Ab Oktober bin ich Studentin an der Hochschule Darmstadt und freue mir darüber ein Loch in den Bauch. Ihr habt ja mitbekommen, dass ich meinen Agentur-Job vor ein paar Monaten gekündigt hatte und mir den Sommer über Zeit gegeben hatte um zu schauen, wo mich das Leben und mein Bauchgefühl so hinführen. Die Entscheidung für die Uni war eine ziemlich spontane; beworben hatte ich mich einfach mal so drauf los, aber jetzt fühlt sie sich so richtig an, dass ich sämtliche Hausarbeits-Modus-Vorahnungen beiseite schiebe und es kaum erwarten kann, anzufangen.

Um den Monat gebührend ausklingen zu lassen lud ich zum – vermutlich allerletzten – Grillen in meinem Elternhaus und feierte am Tag darauf bei der Studio 54 Party der wohl besten Gastgeberin, die ich kenne.

Der August war gut. 

The Lows of August

Trotzdem gab es natürlich Lows diesen Monat. Rückschritte, immer wieder. Aber für jeden Rückschritt auch zwei Schritte nach vorne, und das ist am Ende, was zählt.

Es gab in den verschiedensten Variationen Menschen, die zurück in alte Muster fallen. Ich, die dadurch drohte, ebenso zurück in alte Muster zu fallen. Aber zu lernen, dass das nicht passieren muss; zu lernen, dass manche Dinge in der Vergangenheit einfach falsch waren, dass es auch anders geht – das ist hart, aber gut. Und deshalb sehe ich in jedem Low dieses Monats letzten Endes ein ziemliches High.

Ich sage ja: Der August war gut.

Favorites of the Month

  1. Schon vor einer Weile bekam ich die hübschen Fläschchen von JUNIP zugeschickt. Die Wiesbadener produzieren organische Getränke-Infuser, 100% Bio, ohne Zuckerzusätze, Geschmacksverstärker oder gebrauchsfertige Aromaöle – dafür in herrlichen Geschmacksrichtungen. Wir probierten beim Grillen Granatapfel und Rosmarin mit Sekt aus, seitdem habe ich die Dosierung verfeinert und trinke zum ersten Mal in meinem Leben gerne aromatisiertes Sprudelwasser, um mich bei den aktuellen Temperaturen frisch zu halten. Daumen hoch! [Kosten- und bedingungslose Kooperation.]
  2. Pünktlich zum Urlaubsbeginn brauche ich gerade die letzten Tropfen eines Shampoos auf, das mich jetzt eine ganze Weile morgens frisch auf dem Kopf gemacht hat: Das John Master Organics Scalp Stimulating Shampoo riecht nach Minze und weckt mich morgens so richtig schön auf. Ergänzend dazu verwende ich den Lavendel & Avocado Intensiv Conditioner und bin seit Ewigkeiten das erste Mal wieder kurz davor, genau die selben Produkt nachzukaufen, so zufrieden macht mich die Kombination.
  3. Im Heimatstore bin ich letzte Woche über das Berliner Schmucklabel GOOD THINGS WILL HAPPEN SOON gestolpert. Die Monstera-Kette musste sofort mit. Und baumelt nun an meinem Hals, wo sie die Wassermelonenkette ersetzt hat, die ich über die letzten Monate so hart geliebt habe dass sie jetzt nicht mehr ansehnlich ist.
  4. Und so sehr ich die Neuanschaffungen des Monats liebe (dieses Maison Kitsune-Kleid, holla!), so sehr liebe ich es auch, Wiederentdeckungen in meinem eigenen Kleiderschrank zu machen. Die blauen BCBG Heels sind so ein Fund, den ich sowohl zum Studio 54-Lurex-Glitter-all-over-Kleid als auch zur abgerockten Jeans kombiniere und gar nicht mehr zurück in den Schrank stellen will.

Anticipation Game: Vorfreude auf den September

Was soll ich sagen außer: BALI! Zwei Wochen mit einem der wichtigsten Menschen in meinem Leben, zwei Wochen Pause, zwei Wochen nichts tun als Bikinis wechseln, mit Kokosnüssen anstoßen und Massagen genießen. Lecker essen für wenig Geld. Sand durch Finger und Fußzehen rieseln lassen und alles zu Hause lassen, was zu Hause gelassen werden kann: Make Up, manche Erinnerungen und Worte der letzten Wochen, auch die blauen High Heels. Selbst den Laptop. Und die Zigaretten. Andere Erinnerungen nehme ich mit, Sommerkleidchen natürlich und den Kindle mit unzähligen Büchern, die ich mir in den letzten Wochen heruntergeladen habe.

Und dann komme ich irgendwann Mitte des Monats zurück, gespannt, was sich hier zu Hause und in mir drin getan haben wird. Wie manche Dinge weitergehen und andere aufhören. Bin sicher, dass wir einen wunderschönen Spätsommer haben werden, mit viel goldenem Licht und letzten Tagen am See.

Ich freue mich darauf. Aber jetzt muss ich erstmal weg.

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